Letzte Nacht habe ich 12 Stunden geschlafen, denn ich mußte so einiges an Schlaf aus dieser Woche nachholen. Der Grund war die Berlin Fashion Week im Januar 2012. Da ich einen Vollzeitjob habe, konnte ich leider nur die Abendveranstaltungen mitnahmen und erreichte so zum Ende der Woche ein riesiges Schlafdefizit :-)

Berlin Pieces Trend Showroom Opening PartyAm Montag ging es los mit der Opening-Party im Berlin-Pieces-Trend-Showroom. Die Party stieg in der Galerie Christian Nagel in Berlin-Mitte und es war sehr sehr voll. Man hatte die Gelegenheit Mode von türkischen Designern, wie Mila Miyahara zu bestaunen, ein Getränk (es gab teilweise auch Freigetränke) zu genießen und dabei der Musik von DJ K_chico zu lauschen. Es war nett, aber leider ein wenig zu voll.

Weiter ging es dann am Mittwoch mit dem Lavera Showfloor im Energieforum am Ostbahnhof. Die Location ist zwar cool, aber ich fand das Kosmos Berlin beim Lavera Showfloor im Sommer 2011 besser. An diesem Abend schauten wir uns die folgenden Schauen an:

Am besten gefiel mir Catherine André. Es gab zwar noch weitere Schauen an diesem Abend, aber wir hatten noch eine Einladung zur Modenschau von Mila Miyahara im Felix (Club im Adlon). Der Club war sehr voll und auf dem Laufsteg in der Mitte des Raumes standen bereits einige Models und sie durften da für sehr lange Zeit erst einmal still stehen. Die große Überraschung war, dass es Freigetränke gab – dementsprechend waren auch die Bars umlagert. Uns hat die Modenschau, die wir übrigens von oben verfolgten, gut gefallen.

Am nächsten Tag stand dann wieder der Lavera Showfloor an. Diesmal standen die folgenden Schauen an:

Es war an dem Abend sehr voll und der Andrang war besonders bei Julia Starp sehr groß. An dem Abend konnte man auch drei ehemalige Teilnehmerinnen von Germany’s Next Top Model sehen. Barbara Meier und Miriam Höller liefen für Julia Starp und Rebecca Mir durfte die tollen Kleider von Lars Wallin tragen. Ein toller Abend und besonders Lars Wallin mit seinen faszinierenden Kleidern hatte es mir angetan. Und ich konnte das alles sogar aus der ersten Reihe sehen!

Fashionbloggercafé im Kosmetiksalon BabetteBarbara Meier für Julia Starp

Am Freitag stand am Nachmittag zunächst das Fashionbloggercafé in der Bar Kosmetiksalon Babette an. Es trafen sich ca. 100 Blogger, wobei die Mehrzahl natürlich weiblich war. Für lecker Muffins, Kuchen und Kaffee war gesorgt und es gab eine Vielzahl von kurzen, knackigen Vorträgen zu für Blogger interessante Themen, wie Fotografieren, Bildrechte, Vermarktung etc. Ich fand das Fashionbloggercafé eine gelungene Veranstaltung und hoffe auf Fortsetzung!

Ariane Sommer

Am Abend ging es dann wieder zum Lavera Showfloor. Diesmal war der Andrang noch größer als am Vorabend und die erste Schau (Hut Up – Christine Birkle) konnten wir leider nur vom Eingang aus verfolgen. Daher stellten wir uns für die nächste Schau – Andrea Schelling - auch extra an und durften dann nach ca. 40 min Wartezeit (!) auch in der dritten Reihe Platz nehmen. Sehr tolle Kleider und das Ex-GNTM Miriam Höller war wieder dabei. Außerdem war auch Ariane Sommer vor Ort – sie eröffnete die Modenschau.

Im Anschluss fand die Aftershow-Party von Belle Etage stand – diese verließen wir jedoch aufgrund der Müdigkeit zeitig … :-(

Eine tolle Berlin Fashion Week im Januar 2012! Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Berlin Fashion Week!

Barbara Meier für Julia Starp

Rebecca Mir für Lars Wallin

 

Miriam Höller für Julia Starp

Die Karl-Marx-Alle 45 an einem Freitagabend – was gibt es dort zu sehen? Seit gestern 18 Uhr zeigt die Galerie Capitain Petzel Fotografien und Kurzfilme vom Sam Samore. Der amerikanische Künstler sagt selbst über seine Kunstwerke: “I would describe my work as related to fairy tales.”

Eine Verbindung zu Märchen konnten wir zwar beim gestrigen Besuch in der Galerie Capitain Petzel  nicht unbedingt feststellen, aber eine gewisse Faszination ging von den riesigen Fotografien in dem Glasgebäude mit einer Fläche von 1.300 Quadratmetern dennoch aus. Im Keller des Gebäudes wurden drei Kurzfilme gezeigt:

  • Compendium of Perplexities (2011), 7 min
  • Glossary of Delusions (2010), 6 min
  • Archipelago of Enigmas (2012), 16 min

Die ersten zwei Kurzfilme hinterliesen einen etwas verwirrten Eindruck bei uns – erst nachdem wir die Beschreibung lasen, wurden die Inhalte und Absichten etwas verständlicher. Der längste der Kurzfilme gefiel uns am besten – er strahlte sehr viel Ruhe aus und spielte in Bangkok, wo der Künster auch neben New York und Paris lebt. Doch nicht nur Kurzfilme gibt es von Samore - am 25. Januar ist sein Film “Mirror of Happiness” im Babylon zu sehen und Samore wird auch selbst vor Ort sein.

Nur noch wenige Tage und die Berlin Fashion Week startet. Designer, Models und hunderte Modeinteressierte werden dann wieder das Berliner Pflaster unsicher machen. Unzählige Modenschauen, Showrooms und Parties warten auf die Modebegeisterten. Das umfangreiche Programm ist hier zu finden.

Meine ganze spezielle Berlin Fashion Week wird folgendermaßen aussehen:

Ich freue mich auf die Berlin Fashion Week!

Ab sofort werde ich hier einmal pro Monat einen Designer vorstellen. Den Anfang macht CAT.U – Schmuckdesign. Hinter diesem Namen verbirgt sich Kathrin Ulbrich. Ich habe ihr ein paar Fragen gestellt, die Ihr nachfolgend findet:

Wie sieht Dein Background aus?

Es hat mich schon immer fasziniert aus den unterschiedlichsten Materialien Formen zu gestalten. Zunächst entschied ich mich für eine Ausbildung zur Zahntechnikerin, da bereits dieser Beruf eine Menge Möglichkeiten in dieser Hinsicht bietet. Ich bin seit ca. 1993/1994 in der Gothicszene unterwegs und der ursprüngliche Auslöser meinen eigenen Schmuck zu entwerfen, basiert auf der Tatsache, dass die Suche nach einem für mich passenden Anhängerschmuck leider erfolglos blieb. Abgesehen davon boten sich mir im Dentallabor die technischen Voraussetzungen um direkt aktiv zu werden. Dieses habe ich dann auch getan und das erste Stück entstand im Jahre 1995.

Aufgrund vieler positiver Reaktionen und erster Anfragen entwickelte sich allmählich der Gedanke, dass es doch eigentlich ganz schön wäre, Schmuck zu meiner Hauptbeschäftigung zu machen. Um mir ein umfangreiches gestalterisches Basiswissen anzueignen folgte 1999 – 2004 ein Designstudium mit der Fachrichtung Schmuck. Danach hat es mich allerdings erst einmal nach Norwegen gezogen und glücklicherweise hatte es auch ziemlich schnell mit einer Anstellung in einer Silberschmiede ganz im Norden geklappt. Im Jahr 2008 fasste ich dann den Entschluss in Deutschland meine eigene Firma CAT.U – Schmuckdesign zu gründen und somit freiberuflich als Schmuckdesignerin tätig zu werden.

Hauptsächlich stelle ich meine eigene Kollektion an einem Messestand im Rahmen von größeren Festivals der Gothicszene vor. Das macht sehr viel Spaß und ist die optimale Verbindung des Angenehmen mit der Arbeit. Meiner Tätigkeit in Norwegen gehe ich trotzdem weiterhin nach, da es einen guten Ausgleich darstellt und ich die Lebensweise im hohen Norden nicht missen möchte.

Wer oder was inspiriert Dich?

Meine Inspirationsquelle ist in erster Linie die Natur. Ich bin immer wieder fasziniert von der Formen- und Farbenvielfalt, welche sie zu bieten hat. Daraus ergeben sich unglaublich viele Ansätze für neue Motive und dementsprechend sind die Schmuckstücke welche ich entwerfe und auch selbst umsetzte, sehr organisch.

Was bietest Du an?

Meine Kollektion setzt sich zusammen aus Anhängerschmuck (mit verschiedenen Kettenvarianten), Ringen, Ohrschmuck und Colliers. Diese erweitere ich ständig um neue Stücke und gehe dabei auch sehr gern auf die individuellen Vorstellungen der Kunden ein.

Dabei fertige ich im Moment noch alles selbst an – abgesehen von den Güssen, dafür konnte ich eine sehr gute Firma in Deutschland ausfindig machen.

Die verwendeten Materialien sind Silber, Edelstahl und Edelhölzer- ich experimentiere sehr gerne mit Materialkombinationen. Hauptsächlich fertige ich Kleinserien, mit gestempelter Seriennummer, und Unikatschmuck an. Verschiedene kleinere Stücke, welche beispielsweise für Ringe und Ohrschmuck zum Einsatz kommen erhalten dabei keine Seriennummer.

Was ist das Lieblingsstück in Deiner Kollektion?

Eigentlich ist es sehr schwierig für mich ein Lieblingsstück festzulegen. Ich trage meinen Schmuck natürlich selbst sehr gern, dieses war ja der ursprüngliche Auslöser, aber für welches Stück ich mich dabei entscheide ist doch eher abhängig von der jeweiligen Stimmung. Im Moment ist es beispielsweise der Anhänger I1(siehe Foto oben), welcher im Übrigen nach den individuellen Vorstellungen eines Kunden entstanden ist.

Wo findet man weitere Informationen über Dein Angebot?

Weitere Informationen gibt es auf meiner Website, dort findet man auch entsprechende Hinweise, auf welchen Events ich mit meinem Messestand präsent bin.

Gestern abend stand ein Weinseminar in Jacques Weindepot auf der Hardenbergstraße in Berlin an. Insgesamt acht Gäste hatten sich eingefunden um mehr über den Wein zu erfahren. Unser Gastgeber war ein italienischer Somelier (staatlich geprüft!). Uns erwartete ein reichlich gedeckter Tisch mittem im Ladengeschäft von Jacques Weindepot. Es gab nicht nur unzählige Weingläser (ganz spezielle Gläser für Weinverkostungen), sondern auch Mineralwasser, Brot, Olivenöl und Meersalz.

Das erste Getränk war der Prosecco Val Brun Chardonnay. Dann ging es mit den Weinen los und zwar zunächst mit zwei Weißweinen. In der ersten Runde standen der Winter Riesling und der Künstler Riesling zur Auswahl. Laut Somelier würde man den Winter Riesling (Winter ist das Weingut) eher im Sommer und den Künstler Riesling eher im Winter trinken. Ich bevorzugte eindeutig den Winter Riesling.

Als nächstes folgten die spanischen Rotweine Club Privado Joven und Club Privado Reserva. Diese Weine sind von der selben Traube (Tempranillo), wobei der Reserva einen höheren Alkoholgehalt verzeichnet. Mir schmeckte der Joven besser.

Schließlich folgten noch einmal Rotweine – der L’Aigle aus Frankreich und der neuseeländische Araucano. Der Neuseeländer war sehr gewöhnungsbedürftig und den persönlichen Geschmackstest konnte wieder Nummer 1 für sich entscheiden.

Den Abschluss bildete schließlich der Champagner Gimonnet Henry – das war dann auch die teuerste Flasche des Abends mit 30,50€.

Fazit: Ich genieße zwar schon seit vielen Jahren gern ein schönes Glas Wein, aber ich habe bei diesem Seminar noch sehr viel Neues gelernt. Bisher wußte ich zum Beispiel noch nicht, dass Prosecco ein Gebiet in Italien ist oder dass teure Weine eine hohe Mineralität aufweisen. Und gute Weine sind saubere Weine!

Kürzlich fiel mir ein tolles Cover in der Bibliothek ins Auge und es gehörte zum Buch “Die Modebibel – Alles, was Modedesigner wissen müssen” von Jay Calderin. Dieses Buch richtet sich an Auszubildende im Modebereich, aber auch an Berufstätige in diesem Bereich. 2009 ist das Buch erschienen und kostet 29,90 Euro. Im Anhang finden sich noch vielen nützliche Quellen zum Thema Mode wie Bücher, Zeitschriften, Filme und Websites.

Im Buch selbst werden alle sechs Phasen des Modezyklus betrachtet:

  1. Recherche
  2. Bearbeiten
  3. Design
  4. Konstruktion
  5. Kommunikation
  6. Entfaltung

Selbst für “nur” Modeinteressierte ist das Buch total relevant und bietet einen tollen Einstieg in die Fashionbranche. Das Buch ist sehr kurzweilig und es kommen auch Namen wie Sarah Jessica Parker, Gwen Stefanie und Michael Phelps (für alle Nichtsportler – er ist Profischwimmer).

Fazit: Unbedingt lesen!